Fed-Cup: Deutschland unterliegt Tschechien mit 1:4

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Das deutsche Fed-Cup-Team ist den Tschechinnen in Stuttgart mit 1:4 unterlegen. Die Enttäuschung war nach dem tränenreichen Tennis-Wochenende riesig im deutschen Lager. Nun muss das Team um den Verbleib in der ersten Weltgruppe bangen. Bereits nach dem dritten Einzel war die Niederlage besiegelt, als Sabine Lisicki gegen ihre Gegnerin Petra Kvitova mit 7:6 (7:2), 4:6 und 1:6 den Kürzeren zog.

Dabei lieferte die deutsche Nummer zwei Lisicki 24 Stunden nach der 6:2, 4:6, 2:6-Pleite gegen Iveta Benesova eine deutlich bessere Leistung ab. So ließ sie mit ihrem aggressivem Tennis und ihrer von Tennis News als positiv bezeichneten Körpersprache im ersten Durchgang keine einzige Breakchance für die Weltranglisten-Zweite Kvitova zu und holte sich im Tiebreak souverän die Führung.

Doch mit dem zweiten Satz begann auch das Scheitern der Deutschen. Kvitova reichte im letzten Spiel eine kurze Schwächephase ihrer 22-jährigen Gegnerin, um mit einem Zu-Null-Break nach Sätzen auszugleichen. Lisicki konnte der sich anbahnenden Niederlage nun nichts mehr entgegensetzen.

Die Deutsche war nach der Pleite frustriert: „Wir haben leider mit dem Auf und Ab ein bisschen Erfahrung.“ Eigentlich wollte man nach sieben Jahren der Pendelei zwischen Erst- und Zweitklassigkeit endlich die Erstklassigkeit untermauern, doch das gelang den Damen nicht. So war auch bei Teamchefin Barbara Rittner die „Enttäuschung riesengroß“ nach dem entscheidenden Punktverlust zum 0:3.

Daran konnte auch der 6:4, 6:4-Sieg von Angelique Kerber gegen Lucie Hradecka nichts mehr ändern. Auch das 3:6, 6:7 (4:7) von Anna-Lena Grönefeld und Julia Görges im finalen Doppel gegen Iveta Benesova und Barbara Zahlavova Strycova hatte nur noch statistische Bedeutung.

Bereits am Samstag deutete sich vor 3500 Zuschauern in der Porsche-Arena eine Niederlage der Deutschen an, als neben Lisicki auch Julia Görges verlor. Görges spielte zwar ein „Weltklasse-Match“ gegen Kvitova, musste sich letztlich jedoch wie in den Wettquoten prognostiziert mit 6:3, 3:6, 8:10 geschlagen geben. Dennoch war Görges nach der Partie selbstzufrieden: „Das wird mir einiges geben und zeigt mir, dass ich die Nummer zwei der Welt schlagen kann.“

Indes wartet Andrea Petkovic nach ihrem Ermüdungsbruch nach wie vor auf das Comeback in der WTA-Tour. Ihr zufolge könne das morgen sein, „aber auch noch vier Monate dauern.“
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