Deutsche Dax Unternehmen ziehen Bilanz

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Eurokrise hin oder her, die 30 Dax Firmen haben das vergangene Jahr genutzt, um ordentlich Profit zu machen. Jetzt hat jedes der 30 Unternehmen seine Bilanz für 2011 vorgelegt, mit überraschend guten Ergebnissen. Selten ist es bei den Unternehmen in schwierigen Zeiten finanztechnisch so optimistisch zugegangen, sagen Experten.
Dabei ist die Bilanz auf den ersten Blick einmal alles andere als gut. Zwar wurde im vergangenen Jahr mit 1,1 Billionen Euro mehr umgesetzt als 2010, doch die Dax Unternehmen schafften es trotz allem gerade einmal, ihren Vorjahresgewinn zu wiederholen, sogar einen kleinen Rückschlag musste man hinnehmen, denn er sank von 82,5 auf 82, 4 Milliarden Euro. Die Relation aus Umsatz und Gewinn sank damit von 8,5 auf 7,7 Prozent.
Zwei der Dax Unternehmen schrieben 2011 rote Zahlen, Thyssen-Krupp und Eon. Dies ist auf hohe Abschreibungen und Verluste zurückzuführen. Abgesehen von den zwei Unternehmen, sowie RWE und Lufthansa, konnten jedoch die meisten Unternehmen eine positive Gesamtbilanz ziehen. Rekordgewinne und eine gesteigerte Profitabilität reichten sich die Hand und auch die gesteigerte Nachfrage bei BASF, Linde, Siemens, BMW, Daimler und VW trug viel zur positiven Bilanz bei. Tatsächlich hat es noch in keinem Jahr zuvor so viele Rekordmargen gegeben, wie in diesem. Insgesamt zwölf der Dax Konzerne konnten zweistellige operative Margen verzeichnen.
Das Softwareunternehmen SAP schnitt wieder einmal besonders gut ab. Mehr als ein Drittel des Umsatzes, insgesamt 34,4 Prozent, im Gegensatz zu 20,8 Prozent im Vorjahr, konnte das Unternehmen als Gewinn verzeichnen. Wenn man all diese Werte hört, so kann man kaum glauben, dass die Eurozone gerade eines der schwersten Jahre ihrer jungen Geschichte hinter sich hat. Die Schuldenkrise hatte die Börsen monatelang auf Berg- und Talfahrt geschickt und so mancher Experte sagte der Finanzwelt eine lang andauernde Krisenphase voraus, so unter anderem auch Jürg Zeltner CEO beim UBS Wealth Management. Wie es scheint, haben sich jedoch die führenden Unternehmen Deutschlands nur wenig von diesen Entwicklungen beeinflussen lassen, denn nicht nur 2011 ist besonders gut gelaufen, sondern auch die Aussichten auf 2012 sehen gar nicht schlecht aus.
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