Mit Bodyguards und Panzerglas nach Bahrain

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Lange wurde gemunkelt, ob der Grand Prix von Bahrain aufgrund politischer Unruhen im Wüstenstaat abgesagt wird. Doch nun stellt die FIA klar: Der Bahrain-Grand-Prix findet statt.

„Basierend auf den aktuellen Informationen, die der FIA derzeit vorliegen, geht sie davon aus, dass alle angemessenen Sicherheitsmaßnahmen vorhanden sind, um einen Formel-1-WM-Lauf in Bahrain abzuhalten“, kündigte der Weltverband in einer schriftlichen Stellungnahme an: „Demzufolge bestätigt die FIA, dass der Grand Prix von Bahrain 2012 wie geplant stattfinden wird.“


Basierend auf den Informationen, die „von den Behörden in Bahrain und dem Inhaber der kommerziellen Rechte“ vorgelegt wurden, müsse die FIA eine „rationale Entscheidung“ treffen. Desweiteren habe sich der Verband selbst vor Ort ein Bild der Umstände gemacht. So berichteten Formel 1 Nachrichten im November über einen Besuch von Präsident Jean Todt in Habrain, zu dessen Delegation auch Damon Hill gehörte.

Damals habe sich Todt unter anderem mit gewählten schiitischen Parlamentarien, dem Präsidenten der unabhängigen Untersuchungskommission für Bahrain, Botschafter von EU-Ländern, Kronprinzen, dem Innenminister und zahlreichen Wirtschaftstreibenden getroffen. „Alle haben den Wunsch geäußert, dass der Grand Prix 2012 stattfindet. Seither stand die FIA mit all diesen Parteien in Kontakt“, so der Weltverband.

Zudem habe die Organisation „jenseits der öffentlichen Wahrnehmung von den hochrangigsten Stellen im Königreich sowie von anderen unabhängigen Experten regelmäßige Sicherheitsberichte“ erhalten und sich daher gegen eine Absage des Rennens entschieden.

Dennoch scheinen nicht alle Sicherheitsbedenken behoben. Vor allem die Teams scheinen sich auf die von der Jugendgruppe „Revolution des 14. Februar“ ausgerufenen „Tage des Zorns“ vorzubereiten. So hatte Mark Webber gegenüber Sportnachrichten gesagt, er sei froh darüber, dass sein Team spezielle Security-Mitarbeiter engagiert hat, die im Notfall für Sicherheit sorgen sollen.

Zudem sollen alle Fahrer in gepanzerten Autos zur Strecke transportiert werden, die ebenso schwer bewacht sein wird wie die Hotels. „Zahlreiche Maßnahmen wurden getroffen, um das Risiko zu minimieren. Es gibt Maßnahmen, um sicheres Reisen zu gewährleisten, und ein zusätzliches Securityaufgebot an der Strecke und bei den Hotels“, kündigte ein hochrangiger Offizieller im Interview mit der „Daily Mail“ an.

Indes ist sich Scheich Abdullah bin Isa Al Chalifa sicher, dass die Sicherheitsmaßnahmen völlig überzogen sind: „Alles wird ganz normal sein. Gegenüber Gästen unseres Landes gibt es keine Gewalt, und ich glaube nicht, dass es irgendwelche Belästigungen oder Gefahren für irgendjemanden gibt, der nach Bahrain kommt.“
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