EM 2012: Die englische Nationalmannschaft

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Die englische Nationalmannschaft wartet nun schon seit 46 Jahren auf einen Titel. Den letzten großen Erfolg der „Three Lions“ haben die meisten schon gar nicht mehr auf dem Zettel. 1966 gewann die englische Auswahl die Weltmeisterschaft, doch seitdem versagten sie bei großen Turnieren meist. Die gute Qualifikation für die Euro 2012 in Polen und der Ukraine lässt jedoch auf einen erfolgreichen Turnierabschluss hoffen. Doch die sportlichen Erfolge überschatten einige Schlagzeilen in den Sport News.

Vor allem die überraschende Trainerwahl dämpfte die Erwartung. Eigentlich galt Harry Redknapp als der große Favorit auf den Trainerposten, doch überraschend wurde Roy Hodgson zum neuen Chefanweiser ernannt. Hodgson, der auf Interimstrainer Stuart Pearce folgt, erwarteten zu Beginn seiner Amtszeit gleich einige Probleme.

Mit Gareth Barry verletzte sich ausgerechnet das Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld derart schwer, dass er für den kompletten Turnierverlauf ausfallen wird. Ein adäquater Ersatz hat sich bislang noch nicht herauskristallisiert. Auch auf Frank Lampard muss das englische Team verzichten. Der Mittelfeldstar laboriert noch immer an einer Verletzung aus dem Champions-League-Finale gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München. Am schwerwiegendsten aber dürfte der Ausfall von Wayne Rooney für die ersten beiden Gruppenspiele sein.

Der Stürmer von Manchester United leistete sich eine völlig unnötige Rote Karte im unbedeutenden Qualifikationsspiel in Montenegro. Erst zum Vorrundenabschluss gegen Co-Gastgeber Ukraine darf der Angreifer wieder mitwirken.

Doch ohne den Stürmer fehlt dem englischen Spiel die Durchschlagskraft in der Offensive. Gegen Frankreich probierte Hodgson Danny Welbeck auf der Position des Mittelstürmers aus, die meisten Bälle aber blieben schon eine Position davor bei Ashley Young, hängen. Mit Wayne Rooney wird aber gegen die Ukraine wieder die nötige Dynamik und körperliche Präsenz ins Spiel der Engländer zurückkehren, die jede Verteidigung aushebelt.

Doch möglicherweise kommt dies zu spät. Denn gegen Schweden muss nach dem 1:1-Remis zum Auftakt ein Sieg her. Die Wettquoten sprechen dafür, doch wie wird sich England präsentieren. Ein weiteres Unentschieden oder gar eine Niederlage würde den Einzug ins Achtelfinale der „Three Lions“ stark gefährden.
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