Gelungenes Comeback für Tommy Haas in Hamburg

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Am Hamburger Rothebaum war Tommy Haas seit sechs Jahren nicht mehr angetreten. Jetzt feierte der 34-Jährige ein erfolgreiches Comeback in dem ATP-Turnier. Er besiegte den Slowaken Martin Klizan mit 6:2 und  6:1 und sorgte neben Florian Mayer, Julian Reister und Philipp Kohlschreiber für  einen erfolgreichen Tag des DTBs.

Nachdem der Wahlamerikaner in Wimbledon in der ersten Runde gegen seinen deutschen Kollegen Philipp Kohlschreiber ausgeschieden war, war der klare Sieg gegen Klizan Balsam für die Seele. „Es ist ein sehr schönes Gefühl, hier wieder auf dem Platz zu stehen und dann zu gewinnen“, erklärte Haas im Anschluss gegenüber den Tennis News. Im Achtelfinale trifft er auf Titelverteidiger Gilles Simon, der momentan auf Weltranglistenplatz zwölf steht. Der Franzosen ist klarer Favorit, was auch der 34-jährige Deutsche weiß: „Da bin ich mit Sicherheit der Underdog.“ 

Haas, der in Hamburg geboren ist, wollte auf keinen Fall das Turnier vorzeitig verlassen müssen. Deshalb spielte er hoch konzentriert und motiviert und ließ seinem Gegner kaum Chancen. Beim frühen Break zum 2:0 war schon fast klar, dass Haas den zweiten Satz auch für sich entscheiden würde. Nach 1:08 Stunden war die Partie dann vorbei und der Publikumsliebling feierte seinen Achtelfinaleinzug. Haas scheint in seinem Alter noch nicht ans aufhören zu denken. Er würde seine Karriere gerne noch „ein paar Monate oder Jahre“ fortsetzen, was aber auch daran liegt, „dass es jetzt in den letzten Monaten so gut läuft“, was, so Hass, „mir selbst ein Rätsel ist.“ Im Sommer erst hatte der ehemalige Weltranglistenzweite das Turnier in Halle gewonnen. Und auch bei seinem Ausscheiden in Wimbledon gegen Kohlschreiber, hatte Haas eine beeindruckende Leistung gezeigt.  

Auch andere deutsche Spieler waren am Dienstag erfolgreich. So konnte sich neben Wimbledon-Viertelfinalisten Florian Mayer und Philipp Kohlschreiber auch der Lokalmatador Julian Reister über einen Sieg freuen. Entgegen der Wettquoten von bet365 konnte Reister, der auf  Platz 483 in der Weltrangliste steht, überraschend den auf Platz 16 gesetzten Spanier Fernando Verdasco mit 6:2 und 6:3 bezwingen. „Das ist einer meiner emotionalsten Siege überhaupt“, sagte Reister nach dem Match. Er war mit einer Wildcard in das Turnier gerutscht. Auch für ihn war es ein Comeback, nachdem er wegen einer Schulterverletzung monatelang ausgefallen war. Im Achtelfinale bekommt es der Überraschungssieger jetzt mit dem Franzosen Jeremy Chardy zu tun. 
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