Hungerleidender 78-jähriger Rentner verurteilt, weil er im Müll nach Essen suchte

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Unglaublich: Rentner, der von Altersarmut betroffen ist, wird zu einer Geldstrafe von 200€ verurteilt. Wenn Recht zu Unrecht wird und über der Gerechtigkeit steht...
 Von Anonymousnews

Unser Justizsystem ist zwar sehr gut, sehr streng durchdacht, doch hat es auch seine Fehler und Macken. Jetzt traf es mit einem Rentner mal wieder einen der Schwächsten unserer Gesellschaft. Der 78-Jährige aus Oberbayern hat es nicht leicht. Nach der Scheidung von seiner Frau plagen ihn psychische Probleme. Dazu kommt, dass der Pensionär mit 300 € monatlich noch weniger als ein Hartz-IV-Empfänger zum Leben hat. Allein die Tatsache, dass jemand, der sein Leben lang in die Rentenkasse eingezahlt hat, nun von 300 € leben muss, ist ein Skandal.
Dass man von 300 € keine großen Sprünge machen kann, ist klar. Und da in der BRD jährlich über 20 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden,ein Großteil davon von Supermärkten, ist es wenig verwunderlich, dass der Rentner in einem Müllcontainer nach Verwertbarem suchte. Das sogenannte „Containern“, also die Suche nach noch genießbaren Lebensmitteln in Supermarktabfällen, ist seit Jahren insbesondere bei Studenten schon fast zum Volkssport geworden.

Doch dem Rentner wurde das Stöbern in Supermarktabfällen nun zum Verhängnis. Als er wieder einmal nach verwertbaren Lebensmitteln in einem Container eines Supermarktes suchte, wurde dies durch einen Passanten bemerkt. Dieser handelte ganz im Sinne des Denunziationsaufrufs von Innenminister Thomas De Maiziere und verständigte die Polizei. Die Bediensteten rückten sofort an, natürlich ohne Verständnis, da sie ja dem Gesetz folgen müssen, egal wie sehr es gegen Moral und Ethik verstößt. Auch die herbeigerufene Filialleiterin des Supermarktes zeigte wenig Verständnis für die Situation des Rentners und erstattete prompt Anzeige wegen Hausfriedensbruchs und Diebstahls.

Nun kam es zur Gerichtsverhandlung und der Mann wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 200 € verurteilt. 200 € sind 2/3 des monatlichen Einkommens des Rentners. Und das, weil er sich etwas zum Überleben nehmen wollte, was ein anderer weggeworfen hatte. Ein psychiatrisches Gutachten bescheinigt dem Rentner Anzeichen von Altersdemenz. Doch auch das ließ die Justiz kalt.

Solch unsinnigen Verurteilungen entstehen, wenn die Bürokratie über dem gesunden Menschenverstand steht.

Via DerWächter und Honigmann sagt
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