Flüchtlingskosten sollen bis 2020 bei bis zu 100 Milliarden Euro liegen

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Der Bund will zur Versorgung der "Flüchtlinge" bis 2020 aktuell 93,6 Milliarden Euro bereitstellen. Das Geld geht in Unterbringung, Versorgung sowie Integratiions- und Sprachkurse. Von Abschiebung ist schon mal nicht die Rede, denn wie es aussieht ist eine Rückführung auch nicht beabsichtigt...

Zur Versorgung der Flüchtlinge wird der Bund bis 2020 insgesamt rund 93,6 Milliarden Euro bereitstellen. Das geht nach einem Bericht des Magazins „Der Spiegel“ aus einer Aufstellung des Bundesfinanzministeriums für die Verhandlungen mit den Ländern hervor. Die Berechnungen enthalten demnach die Ausgaben für Unterbringung und Integration, aber auch für die Bekämpfung von Fluchtursachen in Krisenregionen.

Allein für Sozialleistungen bei anerkannten Asylbewerbern, vor allem Hartz-IV-Zahlungen und Mietzuschüsse, veranschlagten die Beamten von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in diesem Zeitraum 25,7 Milliarden Euro.

Für Sprachkurse sind 5,7 Milliarden Euro berechnet, für Eingliederungshilfen ins Berufsleben 4,6 Milliarden. Die jährlichen Kosten steigen demnach von rund 16,1 Milliarden Euro in diesem Jahr auf 20,4 Milliarden in 2020.

Bei ihrer Schätzung unterstellten die Beamten, dass dieses Jahr 600.000 Flüchtlinge ins Land kommen, nächstes Jahr 400.000 und in den Folgejahren jeweils 300.000. 55 Prozent der anerkannten Flüchtlinge, so ihre Annahme, würden nach fünf Jahren einer Arbeit nachgehen.

Wenn man mit dieser Schätzung falsch liegt, könnten die Kosten aber auch noch höher ausfallen. Alleine der Familiennachzug, der nur bis zum Frühjahr 2018 ausgesetzt ist, sollte dafür sorgen, dass die Flüchtlingszahlen noch weiter höher ausfallen.
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